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Dokumentationen 61
Soziokulturelle Zentren in Nordrhein-Westfalen – Genese - Profile - Perspektiven
Herausgeben vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft 2003 • ISBN 3-89861-210-4 • 216 Seiten • 14,00 €
 
Soziokulturelle Zentren in Nordrhein-Westfalen – Genese - Profile - Perspektiven Soziokultur hat Geschichte als kulturpolitisches Konzept und als Praxisfeld. Da wundert es nicht, wenn trotz nachweislich erfolgreicher Bilanz auch von Verschleißerscheinungen und erschöpften Utopien die Rede ist und das Bedürfnis der Selbstvergewisserung und Standortbestimmung die Debatten prägt. Gemessen an den Idealen, Versprechungen und Erwartungen der Gründerzeit stehen gesellschaftlich ambitionierte Projekte immer in der Gefahr, als gescheitert angesehen zu werden - auch wenn sie auf eine erfolgreiche Praxis verweisen können. In diesem Dilemma steckt auch die Soziokultur. Sie ist vor dreißig Jahren angetreten mit hehren Zielen und großen Ideen. Eine Überprüfung der Aktualität von Inhalten und Arbeitsformen in einem der wichtigsten soziokulturellen Praxisfelder, den Soziokulturellen Zentren, war Gegenstand des Projektes, das vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen durchgeführt worden ist. Der Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hatte dazu Ende 2001 den Auftrag erteilt. Im Ergebnis sollte weniger eine Bestandsaufnahme vorliegen als vielmehr Einsichten und Argumente, um auf dieser Basis die Potenziale und die Zukunftsfähigkeit dieses Praxisfeldes im kulturpolitischen Zusammenhang diskutieren zu können. Das Buch dokumentiert dieses Projekt. Es enthält neben den Studien und Befragungsergebnissen Empfehlungen an die Politik, wie die identifizierten Defizite behoben und bestehende Probleme gelöst werden können sowie eine Reihe von Good-Practice-Beispielen, die aufzeigen, wie spezifische Fragen und Themen in Projekten aufgegriffen und behandelt werden können.

Rainer Bode, Dunja Briese, Heiner Keupp, reinhold Knopp, Alexander Flohé, Norbert Sievers, Gerd Spieckermann und Michael Vesper